Soziales Jahr

>> Seniorenhilfe im Ludwig-Steil-Hof <<

Soziales Jahr

Mehr Zeit für Persönlichkeitsbildung und Berufswahl

Motiv: Gruppenbild

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Im FSJ sieht Müller die Möglichkeit, sich selbst genügend Zeit für die eigene Berufswahl zu geben, gleichzeitig etwas Sinnvolles zu tun und dabei noch eigenes Geld zu verdienen. Obwohl man ihm anmerkt, dass er die vielfältigen Aufgaben in der Tagespflege routiniert und gut erledigt und dabei überzeugend und emphatisch im Umgang mit den Gästen ist, ist die Altenpflege nicht seine erste Wahl. "Eigentlich hätte ich gerne Medizin studiert und wäre Arzt geworden", erzählt der 20-jährige ehemalige "Söderblomer", doch der Abi-Durchschnitt habe dafür nicht ausgereicht. Mit dem Numerus Clausus für ein Medizinstudium lag die Messlatte für ihn zu hoch. Auf jeden Fall aber will er "etwas Sinnvolles" tun. Sinnvoll, das ist für Matze Müller, der seit 17 Jahren in Espelkamp lebt, ein Beruf, der mit Menschen, Pflanzen oder Tieren zu tun hat. Auch Soziale Arbeit oder Geschichte zu studieren, könnte er sich gut vorstellen. Sprach- und Kulturgeschichte interessiert ihn ebenfalls. Dass er ausgerechnet zum LSH kam, war für Müller fast schon eine Selbstverständlichkeit. Schön früh spielte er während der Weihnachtsfeiern Musik auf dem Keyboard. Einer Schulkollegin, die am LSH eine Gymnastikgruppe leitete, hat er oft bei ihrer Tätigkeit geholfen und von ihr bekam er auch den Tipp, in einem der Bereiche des LSH (Psychosoziale Rehabilitation, Seniorenwohnen, Tagespflege, Jugendhilfe) um einen FSJ-Platz nachzufragen, den er auch prompt erhielt. Matze Theo Müller nutzt das FSJ nach seinem Abitur 2017 um sich in Ruhe für ein Berufsziel entscheiden zu können. Wie er geht es vielen FSJlern. Sie brauchen etwas Zeit zu Orientierung und wollen dabei "ihren Eltern nicht auf der Tasche liegen". Immer wieder berichten sie, dass sie diese Zeit auch persönlich weitergebracht und gefestigt habe, weshalb sie ihre Entscheidung für das Soziale Jahr nicht bereuten. Auch die Gäste in der Altenpflege freuen sich über den Kontakt mit den jungen Menschen. Das Pflegeteam bindet sie daher gerne in ihre Arbeit ein. Wer Näheres erfahren möchte, kann die Leiterin der Tagespflege, Schwester Maria Kopp, oder ihre Stellvertreterin, Schwester Britta Uhde, anrufen: 05772 564-144 bzw. 147.

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